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Fischarten der südlichen Ostsee / Boddengewässer Mecklenburg-Vorpommern

Blei  Brachsen, Brassen (Abramis brama L.)

Merkmale: mattgraue Färbung, scheinbar ohne Glanz, sehr schmal und hochrückig, Rüsselmaul, lange, schmale Afterflosse.

Länge: bis 70cm.

Günstigste Fangzeit: Frühjahr, Herbst.

Vorkommen: Bodenfisch eutropher und auch oligotropher Seen und Flußunterläufe, Haffe, gelegentlich auch in Küstennähe der Ostsee (Bodden) weit verbreitet.

Nahrung: Kleintiere; größere Expl. fressen vor allem Zuckmückenlarven und Schlammröhrenwürmer. Plankton dient ihnen, wie vielen Arten, besonders im Brutstadium, als Hauptnahrung.

Fortpflanzung: laicht Mai/Juni, gelegentlich bis in den Juli hinein; Eiablage (Durchschnitt 250000) an flachen Ufern an Wasserpflanzen. Laichausschlag, im fünften Jahr geschlechts- reif.

 

Weitere Fischarten

Aal Barsch Brassen Dorsch Flunder Güster Hecht Hering Hornhecht Karpfen Lachs Meerforelle Plötz Rotfeder Schleie Ostseeschnäpel Zander

 

 

 

 

Angelmethoden: Grundangelei, lange, mittelschwere Rute mit sehr elastischer Spitze, Schnur 0,25-0,35mrn (3-5kp Tragkraft), Rolle, einfache dünndrähtige Haken Gr. 3—7 (bei Erbsenköder auch kleiner), leichtes, empfindliches Floß (Antennenfloß). Köder: Wurm, Erbse, Fleischmaden, Sprock, Kartoffelstückchen. Biss erfolgt häufig als typischer „Plattschmeißer“: der auf den Grund

gelegte Köder wird beim Erfassen leicht angehoben; bewegt sich das Floß dann fort (meist Richtung Gewässermitte), Anhieb setzen (bei Teig und Erbse bereits beim Plattlegen des Flotts). Feinfühlig drillen, da der Haken leicht ausschlitzt. Leidliche oder gar große Exemplare unbedingt mit Kescher unterfangen. Anfüttern vor dem Angeln (Würmer, Klöße mit Wurm- stücken, Erbsen) und während des Angelns (Futterwolke aus fein zermustem Futter) gewöhnlich vorteilhaft. Massenfänge möglich, aber unsportlich.

Besonderes: Der Blei ist ein sehr guter Sportfisch, in größeren Stücken schwierig an den Haken zu bringen, recht leidlicher Drill. Geräuchert wohlschmeckend, auch gekocht besser als sein Ruf.

 

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 Vers.1.04   -  letzte Aktualisierung: 02.05.2010   -  copyright by Inselfisch-Rügen  -  Empfehlungen/Links - Impressum