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Fischarten der südlichen Ostsee / Boddengewässer Mecklenburg-Vorpommern

Aal (Anguilla anguilla )

Merkmale: Aal mit gelblicher Unterseite (Gelbaal) sind Exemplare des Süßwassers, solche mit silberweißer Unterseite (Blankaal) zum Meer abwandernde. Zu unterscheiden sind noch Spitzkopf, der Kleintierfresser bleibt, und Breitkopf ‚ der Raubfisch ist.

Länge: bis 50 cm, 9 bis 1,5m.

Günstigste Fangzeit: Juli bis September.

Vorkommen: in den meisten Fließgewässern, außer denen, die zum Schwarzen Meer führen. In abflusslosen Seen oft durch Einsatz vorhanden, im Unter- und Mittellauf der Flüsse meist häufiger vertreten als im Oberlauf, jedoch auch in der Forellenregion gelegentlich zu finden.

Nahrung: Aallarve (sog. „Leptocephalus“) ist Planktonfresser, Jungaal und Spitzkopfaal Kleintierfresser, große Aale (Breitköpfe) Raubfische. Der zum Meer abwandernde Aal nimmt keine Nahrung auf (Darmrückbildung).

Fortpflanzung: sehr spät geschlechtsreif, weiblich  mit 5 bis 7, männlich  mit 8 bis 10 Jahren. Fortpflanzung nur im Meer, und zwar in der nicht weit vom Golf von Mexiko und von den Bermudas gelegenen Sargassosee. Laichzeit ist Frühjahr und Sommer. Elterntiere sterben höchstwahrscheinlich nach dem Laichvorgang ab. Aallarven (sog. „Leptocephalus“) sind etwa weidenblattförmig (lanzettförmig), wandern in 2-3 Jahren zur europäischen Küste, dort Erscheinen als runder, jedoch noch durchsichtiger Glasaal. Aufstieg zwischen April und August in die Zuflüsse von Mittelmeer, Atlantik, Nordsee und Ostsee. Im Süßwasser Dunkelfärbung.

Besonderes: einer unserer wertvollsten und schmackhaftesten Fische, der gekocht, gebraten, vor allem geräuchert eine Delikatesse ist.

 

Weitere Fischarten

Aal Barsch Brassen Dorsch Flunder Güster Hecht Hering Hornhecht Karpfen Lachs Meerforelle Plötz Rotfeder Schleie Ostseeschnäpel Zander

 

 

 

 

Angelmethoden: Grundangelei, vor allem abends und während der Nacht . Mittelstarke bis starke Rute, Rolle nicht unbedingt erforderlich. Schnur 0,35—0,45 mm (5—10 kp Tragkraft); große, einfache Haken Gr. 1-3. Im allgemeinen kein Floß, eventuell Gleitfloß. Köder: Tauwurm, Wurmbündel, mittelgroßer, schlanker Köder-fisch (Gründling), Krebse.Auf Grund legen. Bei Köderfisch  genügt einfacher Haken und Lippköderung. Unbedingt sehr großer engmaschiger Kescher, gelegentlich ist Senke gut zu verwenden. Anbiss des Aals ist gewöhnlich sehr heftig (Rutenspitze wird nach unten gezogen und wippt hin und her). Anhieb kaum erforderlich. Fisch sofort in Mittelwasser heben; kann er sich am Grund oder im Gelege festklammern, geht er gewöhnlich verloren. Nicht drillen, zügig bis an die Oberfläche bringen, dann mit Kescher unterfangen. Wenn Haken tief geschluckt (häufig), nicht entfernen, sondern abschneiden. Aal am besten nicht häuten, sofort töten (Wirbelsäule durchtrennen) ->Aaltöter. Da der Aal sehr schleimig ist und sein Schleim dauerhafte Spuren hinterlässt, entsprechende Kleidung (vorteilhaft große Leinen- oder Gummischürze) benutzen!

Besonderes: einer unserer wertvollsten und schmackhaftesten Fische, der gekocht, gebraten, vor allem geräuchert eine Delikatesse ist. Gelegentliche Fänge mit Blinker sind gemeldet und einwandfrei bestätigt, also kein Haken von außen.

 

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 Vers.1.04   -  letzte Aktualisierung: 02.05.2010   -  copyright by Inselfisch-Rügen  -  Empfehlungen/Links - Impressum